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MoReq Inhalt, Kommentare & Diskussion

MoReq liefert im Gegensatz zu anderen Standards (wie z.B. ISO 15489 ) eine sehr detaillierte Anforderungsliste sowohl für funktionale Anforderungen an ein elektronisches und papierbasiertes Records-Management-System, als auch für die dazugehörigen elektronischen Vorgangsbearbeitungs- und Dokumenten-Management-Systeme.

Alle Dokumente auf dieser Webseite abrufbar MoReq2.de

MoReq schließt auch Richtlinien zur Betrachtung von operationalen Systemen und Managementsystemen ein und erstellt nicht nur Anforderungen für eine Aufbewahrung von elektronischen Aufzeichnungen, sondern auch für die Anforderungen anderer elektronischer dokumentenbezogener Funktionen wie Workflow, E Mail und Elektronische Signaturen. Bereits die ursprüngliche Version von MoReq aus dem jahr 2002 besteht aus 390 definierten Anforderungen in einem Dokument mit über 100 Seiten Beschreibung der Spezifikation. MoReq1 wurde vom englischen Beratungsunternehmen Cornwell (heute SERCO) im Auftrag der Europäischen Kommission und des DLM-Forum in den Jahren 2000/2001 erstellt.

Die Anforderungschecklisten von MoReq (heute MoReq1 genannt) sind modular aufgebaut und stellen eine Art Schablone für die jeweiligen Anwendungsbereiche dar. In diesen Anforderungslisten werden alle Anforderungen beschrieben und jede einzelne Funktion detailliert definiert. Darüber hinaus wird für jede Funktion spezifiziert, ob sie “Pflicht” oder “Wünschenswert” ist. Neben der Beschreibung der Anforderungen enthält MoReq einen Metadatenkatalog der Metadatenelemente, die zur Umsetzung der Anforderungen erforderlich sind.

Inzwischen hat sich MoReq als Grundlage für verschiedene Standards für das elektronische Dokumenten-, Archiv- und Records-Management etabliert. An MoReq orientieren sich z. B. die Standards für das Records-Management in der öffentlichen Verwaltung in England (PRO2 ), in Norwegen (NOARK ) und Luxemburg (SEL ECM ).

MoReq spezifiziert Anforderungen zu den Funktionsbereichen Klassifikationsschemata, Zugriffsverwaltung und Sicherheit, Aufbewahrung und Vernichtung, Erfassung von Schriftgut, Suche, Retrieval und Ausgabe, Administrative Funktionen sowie nicht-funktionale Anforderungen wie z.B. Anwenderfreundlichkeit und Systemverfügbarkeit.

Das Spezifikationsdokument MoReq1 wurde mittlerweile in 12 Sprachen übersetzt , ist aber nicht in einer deutschen Version verfügbar.

MoReq2

Angesichts der ständigen und rasanten Entwicklungen der Informationstechnologien und der zunehmenden Ausgefeiltheit elektronischer Archive wurde eine Überarbeitung von MoReq notwendig, um seinen Status als anerkanntes europäisches Referenzmodell zu wahren . So wurde von der Europäischen Kommission auf Basis eines Anforderungsdokuments des DLM-Forums für Erweiterungen von MoReq in 2005 das MoReq2-Projekt ausgeschrieben .

Wesentliche Inhalte der Erweiterungen sind die Schaffung einer flexibleren Struktur, die Erweiterung des Basismoduls, die Schaffung neuer optionaler Module, die Entwicklung eines MoReq Compliance Tests für Softwareprodukte sowie die Ergänzung um eine länderspezifische Einleitung (Chapter “0″), wie aus dem Scoping Report zu MoReq2 hervorgeht. MoReq2 ist bereits ohne Anhänge 200 Seiten stark. Die neun Anhänge umfassen noch einmal 100 Seiten und die Testszenarien gehen weit über 1000 Seiten hinaus.

Der MoReq2 Standard baut auf dem MoReq1 Standard auf und lehnt sich in Struktur und Format an diesen an. Dadurch wurde auch eine weitgehende Abwärtskompatibilität zur Ursprungsspezifikation erreicht. Bei der Erstellung von MoReq2 wurden Ergänzungen aus relevanten Quelldokumenten wie z.B. der ISO 15489, der ISO 23081 und der ISO 14721 sowie dem deutschen DOMEA Standard und der UK TNA 2002 Spezifikation berücksichtigt, sowie aktuelle Trends im Umfeld von ECM, ILM, Archivierung und Dokumentenmanagement. MoReq2 beschäftigt sich nicht nur mit dem Kernbereich des Records Management sondern deckt auch den gesamten Entstehungs-, Nutzungs-, Archivierungs- und Aussonderungsbereich ab.

36 Kommentare zu “MoReq Inhalt, Kommentare & Diskussion”

  1. 1
    Frank Müler sagt:

    Sofern der Begriff des Record mit dem deutschen Dokument gleicht, was bleibt dann für die Primärdaten? MoReq definiert Record wie folgt:

    Document(s) produced or received by a person or organisation in the course of business, and retained by that person or organisation.

    Ähnlich wird auch im TNA argumentiert. Dementsprechend erscheint das Record als Container-Objekt, welches zusammengehörige Primärdaten enthält bspw. eine Email mit einem Attachment = 1 Record mit 2 Dokumenten.

    Das Dokument als Container-Objekt existiert bei einigen DOMEA-Produkten (und sicher auch anderen DMS), dabei wird dem Terminus zumeist der Name des Softwareunternehmens mitgegeben bspw. VIS-Dokument.

  2. 2
    admin sagt:

    Hallo Herr Müler,

    ein paar kleine Antworten auf Ihren Beitrag:

    a) Der Begriff “Record” ist leider nicht hundertprozentig identisch mit dem deutschen Begriff “Dokument”. Andernfalls müßte man auch nicht den Begriff “Records Management” erst in Deutschland einführen sondern könnte sich mit dem Begriff “Dokumentenmanagement” bescheiden … Kern der Unterscheidung ist der, dass aus “documents” im angloamerikanischen Sinne nicht unbedingt “records” werden müssen. Da MoReq (und verstärkt auch MoReq2) auch den dynamischen Teil des Records Managements abdecken, bevor es zu einer “Archivierung” oder zum “Einfrieren als unveränderliche Aufzeichnung” kommt, ist es zukünftig erforderlich, noch mehr zwischen Dokumenten und Records zu unterscheiden. Wie mit diesen Begriffen umzugehen ist, müßte sich auch im nationalen “Chapter Zero” niederschlagen.

    b) Der Begriff “Container” kann in diesem Zusammenhang mißverstanden werden. Zunächst besteht eine Record immer aus einem Set von Metadaten und dem eigentlichen Inhalt. Diese Inhaltskomponente eines Informationsobjektes kann selbst wieder beliebigt tief geschachtelt, zusammengebaut und kombiniert sein. Auch ist die Frage der Speicherung der Metadaten zusammen mit der Inhaltskomponente bei vielen DMS-, RM- und Archivsystemanbietern noch nicht State-of-the-Art. Um sich nicht im Begriffswirrwar zu verzetteln, ist des daher wahrscheinlich sinnvoller, einmal von der Record als Informationsobjekt und zum anderen von Containern zu sprechen, die z.B. ein Dokumentobjekt oder sogar einen Vorgang repräsentieren können. Besonders bei DOMEA spielt die “feine” Unterscheidung ein wichtige Rolle. Zwischen TNA und MoReq wird es dagegen wenig Probleme geben, da MoReq2 sehr von TNA beeinflusst ist. Ähnliche Konzepte für Informationsobjekte gibt es auch im OAIS und auch in Deutschland hatte sich die Sparkassenfinanzgruppe mit ihren Informationsobjekten auf einen ähnlichen Ansatz schon Anfang der 90er Jahre fokussiert.

    Inzwischen liegt auch das zukünftige Datenmodell für die Informationsobjekte in MoReq2 vor. Es orientiert sich einerseits an der ISO 23081, geht aber bei vielen Attributen darüber hinaus.

    Ihr Beispiel mit der E-Mail ist dagegen noch getrennt zu werten, denn je nach Sachzusammenhang kann auch ein Attachment zu einer eigenständigen Record werden. Durch die Kombination mit E-Mail-Management-Software kommt es häufig schon zu einer Herauslösung von Attachments im Rahmen einer Single-Instance-Speicherung. Das “logische Konstrukt” einer Record als zusammenhängendes Informationsobjekt findet hier in der Speicherung als “physisches Konstrukt” keine Entsprechung. Aufage der Software udn der MEtadaten ist es, die Zusammenhänge persistent zu wahren.

    Ich werde hierzu auch noch einmal einen Blick in Version 3 des Entwurfs werfen und Marc Fresko auf die von Ihnen aufgeworfene Problematik ansprechen.

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    Member of the MoReq2 Editorial Board

  3. 3
    Frank Müller sagt:

    Objekthierarchie DOMEA

    Sehr geehrter Herr Dr. Kampffmeyer,

    Ihre Ausführungen beschreiben das terminologische Dilemma in Deutschland. Die Übersetzung der ISO 15489 entspricht zwar der deutschen Begrifflichkeit integriert jedoch nicht vollständig die Inhalte der ursprünglichen englischen Terminologie. Records Management ist nun einmal nicht äquivalent zu Schriftgutverwaltung.

    Bezüglich des Dokumentenbegriffs in DOMEA. Das Dokument wird nach dem Glossar des DOMEA-Organisationskonzepts 2.1 als Zusammenfassung zusammengehöriger Primärdaten und der zugehörigen Metadaten beschrieben. Der Terminus entspricht somit faktisch dem Record-Begriff. DOMEA wollte damit den Brückenschlag zum papiernen Brief, der aus einem Anschreiben und einer X-Anzahl von Anlagen besteht, schlagen.

    Der Vorgang jedoch stellt die Zusammenstellung aller Dokumente einschließlich deren Metadaten, im behördlichen Geschäftsgang mind. Eingang, internes Schreiben, Ausgang, zu einem Geschäftsfall, einer Einzelmaßnahme dar. Hinzu kommen die Prozessinformationen, welche die Informationen über erfolgte Zeichnungsverfahren enthalten. Der Vorgang enthält somit eine X-Anzahl an Dokumenten (X-”Pakete”zusammengehöriger Primärdaten und das “Paket” beschreibender Metadaten) sowie vorgangsbezogene Metadaten. Neben den Metadaten kommen die Prozessinformationen hinzu, welche den Geschäftsgang der Vorgänge offenlegen. Insofern erscheint der Vorgang eher äquivalent zum “Part” der englischen Terminologie resp. dem “Geschäft” der schweizerischen Begrifflichkeit.

    Zusammengehörige Vorgänge, also Einzelmaßnahmen zu einem bestimmten Sachverhalt ergeben dann entsprechend DOMEA die Akte, was dem “Folder”, MoReq spricht von “File” der englischen resp. dem “Dossier” der schweizerischen Terminologie entsprechen würde.

    Am einfachsten wäre es, wenn sich in Deutschland nicht nur auf akademischer Ebene die internationale Terminologie durchsetzen würde. Denn Record beschreibt die Medienunabhängigkeit treffender als der Begriff Dokument.

  4. 4
    admin sagt:

    Hallo Herr Müller,

    wir sind uns glaube ich einig, dass es keine vernünftige Übertragung des Begriffes “Records Management” in das Deutsche gibt. Ich benutze daher Records Management für sich alleinstehend auch im Deutschen, mit der Erklärung, dass eine Record unserem Dokument-Begriff nahekommt, genaugenommen alle aufbewahrungspflichtigen und aufbewahrungswürdigen Aufzeichnungen bezeichnet.

    Der “Dokument”-Begriff wandelt sich in der elektronischen Welt auch immer mehr zum “Informationsobjekt”, bei dem Metadaten, Referenzen und beliebige Inhaltskomponenten zusammengeüfhrt sich und zu einem definierten zeitpunkt ein in sich geschlossenes, authentisches und integres Objekt in einem elektronischen System bilden. Der Dokument- wie auch der Record-Begriff definieren sich niczht durch technische Eigenschaften sondern durch den Inhalt und den Rechtscharakter. So wird auch aus Content oder einem Media Asset ein Record.

    Den Begriff “File” übersetze ich ungern mit “Akte”, da unter einer Akte im Deutschen sehr unterschiedliche Dinge verstanden werden. Hier benutze ich die Übertragung “Ordner”. Der schweizer und französische Begriff Dossier wird sich nicht in Deutschland einführen lassen. Technisch gesehen sprechen wir bei PROJECT CONSULT für die Zusammenführung von Daten, Dokumenten und Referenzen von “virtuellen Akten”, die allerdings nicht mit einem Vorgang oder einer Akte nach DOMEA gleichgesetzt werden können (siehe z.B. http://www.project-consult.net/Files/Virtuelle%20Akte%20200706.pdf).

    Sicher wird sich am Rande der MoReq2-Roadshow auch die Möglichkeit ergeben, solche terminologischen Fragen eingehend zu diskutieren.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Dr. Ulrich Kampffmeyer

  5. 5
    admin sagt:

    MoReq2 Entwurf bei der Europäischen Kommission vorgelegt

    Die letzte Entwurfsversion (Version 3; nicht öffentlich verfügbar) wurde heute bei der Europäischen Kommission und beim DLM Forum vorgelegt. Damit steht der Verabschiedung des MoReq2 Standards in diesem Jahr nichts mehr im Wege. Auch die Testverfahren und -kriterien für die Zertifizierung von Records-Management-Software-Produkten, die von der Imbus AG entwickelt werden, liegen noch dieses Jahr vor. Damit wurde in kürzester Frist ein europäischer Standard für die elektronische Schriftgutverwaltung entwickelt. Weit über hundert Mitarbeiter udn Kommentatoren reichten mehrere tausend Ergänzungs- und Änderungsvorschläge ein.

  6. 6
    Vigi Gurushanta sagt:

    Appreciate if you can send a copy of the MoReQ2 standards when it is published to the above email.

    Thanks,

  7. 7
    admin sagt:

    Hello Vigi,

    the final version of the standard will be published by

    - European Commission: http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy
    - DLM Forum: http://www.DLM-Network.org
    - PROJECT CONSULT: http.//www.moreq2.de

    I’ll send you a notification, when it is published. The current version 4 is already very stable.

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    Member of the MoReq2 Editorial Board

  8. 8
    admin sagt:

    Die Ergebnisse des DLM-Forums in Lissabon, 22./23.11.2007, sind jetzt online:
    http://dlmforum.typepad.com

    Eine kleine Linksammlung findet sich in den Quellen

  9. 9
    admin sagt:

    Auf der DLM Forum Konferenz entwickelte sich eine Diskussion zu Umfang und Tiefe des MoReq2 Standards. Hier die offizielle Stellungnahme des MoReq2 Autors:

    http://dlmforum.typepad.com/Open_letter_to_Rory_Staunton.pdf

  10. 10
    admin sagt:

    Im Januar 2008 wurde der fertige Entwurf von MoReq2 (Version 5) bei der Europäischen Kommission zur Abnahme eingereicht!

  11. 11
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    Der MoReq2 Standard wurde am 13.02.2008 veröffentlicht. Er besteht aus zwei Dokumenten, den eigentlichen “Requirements” und dem “Meta data model”. Die Testkriterien werden im Frühjahr 2008 fertiggestellt. Alle Dokumente können auf http://www.MoReq2.de unter der URL http://moreq.niniel.org/quellen#moreq2 heruntergeladen werden.

  12. 12
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    Kritik am Umfang von MoReq2

    Während generell MoReq2 positiv bewertet wird, gibt es einige kritische Anmerkungen zum Umfang sowie zum Test- und Zertifizierungsverfahren. Der Aufwand für die Umsetzung von MoReq2 in RM-Produkten wird von einem Berater aus England, der sich an der Kommentierung von MoReq2 während der Entwicklung des Standards nicht beteiligt hatte, als sehr hoch eingeschätzt. Auch in einem Bericht zum DLM-Forum in Lissabon werden die kritischen Äußerungen zu MoReq2 hervorgehoben.

    Dabei wird jedoch häufig übersehen, dass sich MoReq2 modualar aus zwei Bereichen zusammensetzt: Der Records-Management-Kernfunktionalität und den optionalen Modulen. Getestet und zertifiziert wird nur der Kernbereich der Basisfunktionalität. Hier ist davon auszugehen, dass jedes “vernünftige” Records-Management-Produkt, besonders diejenigen, die bereits nach DoD 5015.2 zertifiziert sind, diese Funktionalität erfüllen kann.

    Einige der kritischen Beiträge:

    http://dlmforum.typepad.com/dlm/2007/12/an-open-message.html

    http://arcana.twoday.net/stories/4471286/

    http://www.computerwoche.de/produkte_technik/software/1852043/index.html

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    Mitglied des MoReq2 Editorial Boards

  13. 13
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    MoReq2 und DOMEA

    Der DOMEA-Standard wurde als Version 2 vor längerer Zeit aktualisiert. MoReq2 stellt den State-of-the-Art Ende 2007 dar und ist wesentlich aktueller als DOMEA.
    Da MoReq1 nicht in das Deutsche übersetzt wurde stellt sich die Frage, wie sich das Verhältnis von MoReq und DOMEA zukünftig gestalten wird.
    In einigen Foren und Blogs wurde die Frage aufgeworfen, ob MoReq2 DOMEA ersetzen kann (oder soll), ob es überhaupt eine Divergenz zwischen dem Anspruch von DOMEA (Schwerpunkt Vorgangsbearbeitung, nur für die öffentliche Verwaltung) und MoReq (universelles Konzept für Records-, Archiv- und Dokumenten-Management mit dazugehörigem Metadatenmodell für Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen) gibt, und wie sich das Verhältnis des deutschen Standards zum internationalen MoReq2 Standard entwickeln wird.

    Einige der Beiträge:

    http://www.ecmguide.de/forum/forum_posts.asp?TID=879

    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=5569334

    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=5595179

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    Mitglied des MoReq2 Editorial Board

  14. 14
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    MoReq2 Zertifizierung

    Inzwischen wurde vom DLM-Forum Executive Committee über das zukünftige Zertifizierungsverfahren eine Entscheidung getroffen. Testcenter in Europa können sich bei einer Certification Authority, die im Auftrag des DLM-Forum handelt, akkreditieren lassen. Die akkredierten Testcenter wiederum führen die Prüfungen der Produkte entsprechend den MoReq2 Requirements auf Basis der Testszenarien durch. Als Certification Authority wurde die EA European co-operation for Accreditation ausgewählt ( http://www.european-accreditation.org/ ). Obwohl die Testfälle noch nicht abschließend erarbeitet und gereviewt worden sind, wurden bereits eine Reihe von möglichen Testcenter in Europa benannt.

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    DLM-Network EEIG, Manager

  15. 15
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    MoReq2 Update des Requirements Dokument

    Das MoReq2 Dokument mit seinen Anhängen wurde als Version 1.0.1 am 7.3.2008 aktualisiert. Es wurden nur kleinere Fehler ausgebessert.

    Alle Testszenarien sind inzwischen als Entwurf veröffentlicht ( auf dieser Seite unter “Quellen” http://moreq.niniel.org/quellen )

    Für Anbieter wurde ein Wiki zur Kommentierung von MoReq2 eingerichtet.

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    Mitglied des DLM Forum

  16. 16
    admin sagt:

    Das MoReq2 Test Framework wurde von der Europäischen Kommission, dem Auftraggeber für MoReq2, am 3.4.2008 freigegeben. Eine Studie von PROJECT CONSULT hatte zuvor die Konsistenz und Brauchbarkeit des Testframework überprüft. Die Testszenarien finden sich unter: http://moreq.niniel.org/quellen#moreq2.

  17. 17
    admin sagt:

    Die erste Version des XML Schemas zur Beschreibung des Metadatenmodells und der Struktur wurde als Entwurf am 7.4.2008 veröffentlicht. Das Schema findet sich hier: http://moreq.niniel.org/quellen#moreq2

  18. 18
    Andreas sagt:

    Hallo!

    Gibt es bereits u.U. Informationen darüber, ob und wann der Standard in offizieller deutscher Übersetzung vorliegen wird?

    Viele Grüße,
    Andreas

  19. 19
    admin sagt:

    @ Andreas
    “Deutsche Übersetzung”
    Nach Auskunft des Bundesarchives ist eine deutsche Übersetzung der MoReq2 Requirements geplant und bereits in Vorbereitung. Ein Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt. Zu dem ist das Verfahren der Freigabe von Übersetzungen und “Chapter 0″ Einführungen noch nicht endgültig vom DLM-Forum verabschiedet.
    PROJECT CONSULT befindet sich derzeit in einem Abstimmungsprozess mit dem Bundesarchiv in Hinblick auf die Übersetzung bestimmter Begriffe.
    Mit den besten Grüßen,
    Dr. Ulrich Kampffmeyer

  20. 20
    admin sagt:

    Im Magazin CIO ist am 15.05.2008 ein Beitrag unter dem Titel “Ende Juni kommt Euro-Sox, ob mit oder ohne MoReq” erschienen ( http://www.cio.de/knowledgecenter/rm/854588/index.html )

    Der Beitrag enthält leider eine Reihe inkorrekter Aussagen und ein angebliches Zitat von mir. Dies möchte ich wie folgt richtigstellen.

    1. MoReq und MoReq2 wurden von der Europäischen Kommission beauftragt, bezahlt und veröffentlicht.

    2. Träger des MoReq Standards ist das DLM Forum ( http://www.dlm-network.org ), der Zusammenschluss aller Nationalarchive und an der Thematik interessierten Organisationen. Deutschland ist durch das Bundesarchiv im DLM Forum vertreten.

    3. Das Editorial Board ist keineswegs eine Vereinigung von Lobbyisten. Das Editorial Board ist für den fachlichen Inhalt des Standards verantwortlich. Die Zusammensetzung des Editorial Board findet sich hier: http://www.moreq2.eu/MoReq2_Editorial_Board.pdf

    4. Der Standard wurde von Firma Serco ( http://www.MoReq2.eu ), die die Ausschreibung der Europäischen Kommission gewonnen hatte, zusammen mit dem Editorial Board sowie hunderten von Kommentatoren aus dem Anwender-, dem Archiv-, dem Anbieter und dem RM-Spezialisten-Panels verfasst. An den Panels haben sich nahezu alle Anbieter von Records-Management-Software sowie Organisationen, Behörden, Verbände und Spezialisten aus der ganzen Welt beteiligt ( z.B. aus Australien mehr Leute als aus Deutschland ). MoReq2 ist die aktuellste und vollständigste Darstellung des State-of-the-Art von Records Management ( siehe hierzu auch die Statements auf http://moreq.niniel.org/statements-zu-moreq2/ ).

    5. In einer Reihe von europäischen Staaten, Vorreiter ist hier Slowenien, ist MoReq sogar in Gesetzen und Verordnungen als Grundlage für Records Management festgelegt worden. MoReq2 wird in England voraussichtlich den bisherigen Standard TNA ablösen. Eine Reihe von Organisationen und Verbänden hat klare Empfehlungen für den Einsatz von MoReq gegeben, so z.B. die Records Manager Guild in Russland. Verbandsseitig unterstützt z.B. die AIIM international den MoReq2 Standard ( http://www.pressebox.de/pressemeldungen/aiim-europe/boxid-131971.html ). Der im CIO-Beitrag erwähnte deutsche Anbieterverband VOI hat sich nicht an der Erstellung oder Kommentierung von MoReq2 beteiligt.

    6. Zertifizierungen von Produkten gibt es noch nicht, da das Akkreditierungsverfahren über die Europäische Akkreditierungsvereinigung erst jetzt aufgenommen wird. Es gibt aber Commitments zahlreicher Anbieter ( IBM, OpenText u.a. ), MoReq2 zu unterstützen, siehe z.B. die Zusammenstellung hier: http://moreq.niniel.org/statements-zu-moreq2/

    7. Die offizielle Position der Europäischen Kommission findet sich hier: http://ec.europa.eu/idabc/en/document/2303/5644

    8. MoReq ist für die öffentliche Verwaltung UND die Privatwirtschaft ausgelegt. Gerade internationale oder international tätige Unternehmen profitieren von einem einheitlichen Standard für ganz Europa, da sich nur so die steigenden Compliance Anforderungen übergreifend und durchgängig abdecken lassen. Gerade angesichts der 8. Direktive ( EURO-SOX ) gewinnt MoReq2 hier an Bedeutung.

    9. Der CIO Beitrag enthält eine als Zitat gekennzeichnete Passage, die mir zugewiesen wurde. Die falsche und unklare Darstellung, was Records Management sein soll, wurde von mir zu keinem Zeitpunkt getätigt. Ich verweise hier auf die Definition aus dem ISO Standard 15489 “Records Management” (siehe oben im Artikel, aus dem offenbar der Text abgeleitet wurde). Das angebliche Zitat neben meinem Bild wurde mir nicht vorgelegt und ist nicht authorisiert.

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    PROJECT CONSULT Unternehmensberatung GmbH
    Ulrich.Kampffmeyer@PROJECT-CONSULT.com

  21. 21
    admin sagt:

    MoReq2 Test Framework

    Das MoReq2 Testframework wurde am 03.06.2008 veröffentlicht. Die komplette Spezifikation einschließlich der Testdaten findet sich unter: http://moreq.niniel.org/quellen/

  22. 22
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    VOI Vorstand übt Kritik am MoReq2 Standard

    In einem Artikel auf CIO.de am 23.06.2008
    http://www.cio.de/knowledgecenter/rm/856274/index.html
    wird ein Mitglied des Vorstands mit Kritik am MoReq2-Standard zitiert.

    Inzwischen finden sich hierzu auch erste Einträge in Blogs und Foren:
    https://www.xing.com/net/informationlifecyclemanagement/
    http://ecmkompass.pitschek.com/eurosox-verband-der-ecmanbieter-voi-bei-moreq2-skeptisch-23262008.htm
    http://www.jdk.de/de/ecmblog/2008/06/24/eurosoxmoreq2-kampffmeyer-vs-voi/
    http://www.ecmguide.de/forum/forum_posts.asp?TID=879&PN=1&TPN=2

    Mal sehn, was daraus wird …

    Ulrich Kampffmeyer

  23. 23
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    VOI Vorstand positioniert sich gegen MoReq2

    Auf der Webseite des Fachmagazins erschien am 23.06.2008 erneut ein Bericht zu MoReq2: http://www.cio.de/knowledgecenter/rm/856274/index.html.
    Darin werden Äußerungen des VOI Vorstandes zitiert:

    [Zitatanfang] „Technisch zu wenig konkret, von unklarem Nutzwert und eher Reklame-Gag als echter Bedarf“ [Zitatende]

    MoReq2 ist definiert durch Requirements, Testszenarien, Testdaten, Metadatenmodell und XML-Schema. Das Argument “technisch zu wenig konkret” ist nicht korrekt.

    MoReq2 hat für verschiedene Gruppen einen unterschiedlichen Nutzen. Für Anwender höhere Akzeptanz, europaweit einheitliche Lösungen, Testgrundlagen für die eigenen installierten Systeme, etc. Für die Anbieter die Schaffung einheitlicher Produkte für den gesamten europäischen Raum. Der Standard richtet sich zudem an öffentliche Verwaltung und Privatunternehmen. Die Anbieter von Records-Management-Produkten sind nur eine Zielgruppe. Diese Zielgruppe hat sich aber bei der Erstellung des Standards stark engagiert und auch entsprechende Commitments abgegeben.

    MoReq2 ist kein “Reklame-Gag” sondern ein von der Europäischen Kommission beauftragter, bezahlter und publizierter Standard für das Records Management in Europa.

    [Zitatanfang] „…, dass der Anforderungskatalog in einigen Bereichen dem ISO Standard DIS/ISO 15489 (Schriftgut-Management)entspricht.“ [Zitatende]

    Inhaltlich gibt es selbstverständlich eine Übereinstimmung von ISO 15489 und MoReq2 zumal MoReq2 keine eigene Definition von Records Management liefert sondern den ISO Standard zitiert. Der Charakter und der Fokus des ISO Standards und MoReq2s ist aber deutlich unterschieden. Die ISO Norm behandelt grundsätzliche Verfahren, MoReq2 definiert im Detail Funktionalität, Testkriterien, Testdaten, Datenmodell und XML-Schema.

    [Zitatanfang] „Die Testszenarien, die vom Anbieter zu absolvieren sind, sind mit 1.200 Seiten so umfangreich, dass mancher kleiner Anbieter schlicht aus Aufwandgründen davor zurückschrecken wird.” [Zitatende]

    Die MoReq2 Testszenarien sind umfangreich, aber einfach zu durchlaufen. Dies haben erste Erprobungen ergeben. In der Beschreibung der Testdaten sind zudem Hilfestellungen zur Durchführung der Tests angegeben. Unverständlich erscheint, dass einerseits bemängelt wird, der Standard sei „technisch zu wenig konkret”, andererseits der Umfang der sehr konkreten und in Tests nachweisbaren Funktionen kritisert wird.

    [Zitatanfang] „Zöller sieht nicht ein, warum die nicht-zertifizierten Anbieter in Misskredit geraten sollten, bloß, weil sie nicht bereit sind, “viel Geld für eine Zertifizierung auszugeben, für die es derzeit noch keine Nachfrage gibt”. [Zitatende]

    Nach meinem Kenntnisstand hat niemand bisher Anbieter in “Misskredit” gebracht, die sich nicht für MoReq2 engagieren. Allerdings muss man zu einigen Anbietern, die in Pressemitteilungen und Artikeln über MoReq2 berichteten, konstatieren, dass es sich dabei zum Teil um Lippenbekenntnisse handelt. Andere Anbieter arbeiten dagegen sehr konkret an der Umsetzung der Funktionalität. Der Einwurf der mangelnden Nachfrage in Deutschland erübrigt sich angesichts der Tatsache, dass Records Management hier kaum bekannt ist. Dies wird sich ändern.

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    PROJECT CONSULT Unternehmensberatung GmbH
    Geschäftsführer
    http://www.PROJECT-CONSULT.com
    http://www.MoReq2.de
    http://www.doxtop.com/magazines/MoReq2-2008.aspx

  24. 24
    admin sagt:

    “DOMEA, MoReq & Co. - Der praktische Nutzung von Normen & Standards für die Schriftgutverwaltung”

    Das Bundesarchiv führte am 05.06.2008 in Koblenz eine Informationsveranstaltung für die öffentliche Verwaltung zu Themen von DOMEA, MoReq2 und anderen Standards durch. Die Veranstaltung war mit 82 Teilnehmern sehr gut besucht.

    Vera Zahnhausen referierte zum Thema “MoReq und MoReq2″
    Vortragstext
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtb/bbea/02_moreq_2_vortrag.pdf
    Präsentation
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtb/bbea/02_moreq2_folien.pdf

    Claudia Völkel referierte zum “DOMEA-Konzept”
    Vortragstext
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtb/bbea/03_domea_vortrag.pdf
    Präsentation
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtb/bbea/03_domea_folien.pdf

    Interessant ist auch eine Gegenüberstellung von ISO 1549, MoReq2 und DOMEA, die als Poster auf der Webseite veröffentlicht wurde
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtb/bbea/poster_newsletterformat_5_internet.pdf

    Weitere Vortragsunterlagen finden sich auf Veranstaltungswebseite
    http://www.bundesarchiv.de/service/behoerdenberatung/01664/index.html

  25. 25
    admin sagt:

    Semic publiziert MoReq2 als Grundlagendokument

    Das EU-Projekt Semic, das die Aufgabe hat, Standards für den Austausch von Informationen zwischen der EC und den Mitgliedern der EU zu definieren, hat auf der neuen Webseite
    http://www.semic.eu
    den MoReq2 Standard als eines der Grundlagendokumente für die weiteren Arbeiten publiziert.

  26. 26
    admin sagt:

    Master of Science Thesis zum Vergleich von TNA und MoReq2

    Philipp Wilhelm, Document Management Officer bei der European Environment Agency in Kopenhagen, Dänemark, hat eine Magisterarbeit mit dem Titel

    “EDRMS Standards – a critical evaluation of the benefits of superseding national standards with European models focusing on TNA 2002 replacement by MoReq2″

    verfaßt. Hierin wird nicht nur auf die Unterschiede zwischen TNA und MoReq2 eingegangen sondern es werden auf Basis von 18 Interviews auch die Zukunftschancen von MoReq2 beleuchtet.

    Die Arbeit wurde an der School of Computing, Engineering and Information Sciences, Northumbria University, England, eingereicht.

  27. 27
    admin sagt:

    MoReq2 Streitgespräch Kampffmeyer vs. Zöller

    Am 09.09.2008 fand bei der SER Solutions eine Diskussion zwischen Dr. Ulrich Kampffmeyer, PROJECT CONSULT, und Bernhard Zöller, Zöller & Partner, statt. Neben den kontroversen Punkten “Konsolidierung des ECM-Marktes” und “ECM auf Ebene des Betriebssystems” wurde als erstes Thema MoReq2 und die MoReq2-Zertifizierung vom Moderator Markus Hartbauer, SER, aufgegriffen. Während Kampffmeyer - als Mitglied des Editorial Board von MoReq2 - ein Plädoyer für MoReq2 hielt, wurde von Zöller MoReq2 als “eine skurrile, EU-bürokratische Geldverschwendung”, “veraltet” und “praxisfernes 1000-seitiges Testskript zur Zertifizierung” abgetan - so die Zusammenfassung durch SER:
    http://www.ser.de/ww/de/pub/solutions/presse/content5864.htm
    http://www.ser.de/doxis4/kampffmeyer-zoeller-duell.cfm
    Das Streitgespräch wurde vollständig aufgezeichnet und kann von der SER-Webseite abgerufen werden:
    http://www.ser.de/doxis4/webtv.cfm
    Ausschnitt zu MoReq2 und MoReq2 Zertifizierung:
    http://www.ser.de/doxis4/webtv.cfm#v

  28. 28
    admin sagt:

    Vorträge mit Bezug auf MoReq2

    IBM ECM Anwenderkonferenz: GRC Governance, Risk Management & Compliance
    http://www.project-consult.net/Files/IBM_DMSEXPO_GRC_20090908.pps
    DMSEXPO Keynote: Records Management
    http://www.project-consult.net/Files/DMSEXPO_Records-Management_20080910.pps

    Übersicht über alle Beiträge von PROJECT CONSULT auf der DMSEXPO:
    http://www.project-consult.net/portal.asp?sr=557

  29. 29
    admin sagt:

    Records Management & MoReq2 - Ansichten aus der Schweiz

    “MoReq2 – Ein europäischer Standard für elektronisches Records Management”. Artikel von Jürg Hagmann, Ausschuss E-Archiv des VSA, und Prof. Dr. Niklaus Stettler, HTW Chur. 2008.
    http://www.arbido.ch/userdocs/documents/MoReq2-Arbido-Mai-V05%20FINAL.pdf

  30. 30
    admin sagt:

    DOMEA 3.0 ? … und MoReq2

    Vortrag “DOMEA 3.0? Weiterentwicklung eines Standards” auf dem 6. Microsoft Behördentag, Bonn, 13.11.2007.
    http://download.microsoft.com/download/8/3/7/837d3cf9-0673-42d8-805e-1e8db999d662/02_BMI_DOMEAKonzept3.0_MS_Behoerdentag_2007-11-13.pdf
    Hier findet sich auf der letzten Folie die Grafik, die DOMEA im Verhältnis zu MoReq2 (als eingebettet in DOMEA) darstellt.
    Dort findet sich auch ein Hinweis auf das MoReq2 “Chapter 0″ (BMI und BArch).
    Das Bundesarchiv hatte bereits im Juni einen Vergleich der Standards DOMEA, MoReq und ISO 15489 veröffentlicht.
    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtb/bbea/poster_newsletterformat_5_internet.pdf

  31. 31
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    Diskussion zu MoReq2 Testkriterien und Zertifizierung

    Video-Aufzeichnung der Podiumsdiskussion “ECM kontrovers” zwischen Dr. Ulrich Kampffmeyer, PROJECT CONSULT, und Bernhard Zöller, Zöller & Partner, am 09.09.2008 bei SER Solutions in Neustadt/Wied. Moderation Markus Hartbauer, SER.
    Fünf Teile:
    1) Sinn und Unsinn von Zertifizierungen (Moreq2)
    2) Was kommt nach der Marktkonsolidierung?
    3) Schafft die Größe eines Anbieters Sicherheit?
    4) Wird ECM Teil des Betriebsystems?
    5) Resümee
    Hintergrund zu den Diskussionsthemen: http://www.project-consult.net/Files/20080904.pdf, S. 30 -34.

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    DLM Network EEIG, Worcester
    Manager

  32. 32
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    Kurs zu Records Management & MoReq2 in England

    AIIM Europe bietet zusammen mit SERCO und dem britischen Nationalarchiv einen zu Kurs zu Records Management & MoReq2 am 27.11.2008 in Slough bei London an:

    1-day Educational Conference, Copthorne Hotel, Slough, Thursday November 27th
    MoReq2 - the Model Requirements Specification for the Management of Electronic Records - is set to become the de-facto international resource for managers of existing records management systems and those involved in new implementation projects. Published in March 2008, and supported by the EU and the UK National Archives, the revised MoReq guidelines are applicable to the whole of the public sector and to all regulated industries and plcs.
    This one-day workshop sets out to improve the understanding of the document, highlight additions and changes from the earlier standard, and provide guidance on how to use it as part of a new procurement or to update an existing roll-out.
    The programme for the day is based on independent educational sessions presented by AIIM and guest speakers Marc Fresko from Serco, lead author of the standard, and Richard Blake, Head of Electronic Records at the UK National Archives. These sessions will be interspersed with short sponsor presentations illustrating the new technologies called up in the standard such as XML, electronic signatures, email attachments and distributed access.

    You will learn:
    - What new issues are created for Records Managers by the latest technologies
    - What are the changes and extensions in MoReq2 from MoReq1
    - How should MoReq2 be used to specify new systems and improve the compliance of existing systems

    Places are limited. Price options start at £225.

    Programm: http://www.rmworkshop.org.uk/delegate/programme.asp

    Registrierung: http://www.rmworkshop.org.uk/delegate/registration1.asp

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    DLM Network EEIG
    Manager

  33. 33
    Ulrich Kampffmeyer sagt:

    Informationsveranstaltung zu MoReq2 in Frankreich

    Am 17.10.2008 wird von der Firma Archive17 in Paris eine Veranstaltung mit dem Titel “L’Archivage électronique avec MoReq2″ durchgeführt.
    Referentin ist Marie-Anne Chabin (Mitglied des MoReq2 Editorial Board), die bereits MoReq1 in das Französische übersetzte und zur Zeit an der Übersetzung von MoReq2 arbeitet.

    Informationen und Anmeldung:
    http://www.mag-securs.com/spip.php?article11487
    http://www.archive17.fr/content/view/19/37/

    Dr. Ulrich Kampffmeyer
    DLM Network EEIG
    Manager

  34. 34
    admin sagt:

    Webseiten der Europäischen Kommission zu MoReq aktualisiert

    DLM Forum (deutsch, englisch, französisch)
    http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy/dlm_forum/index_de.htm
    http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy/dlm_forum/index_en.htm
    http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy/dlm_forum/index_fr.htm

    MoReq & Moreq2 (englisch)
    http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy/moreq/
    http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy/moreq/spec_moreq2_en.htm

    Moreq & Moreq2 (französisch)
    http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy/moreq/index_fr.htm
    http://ec.europa.eu/transparency/archival_policy/moreq/spec_moreq2_fr.htm

  35. 35
    admin sagt:

    DLM Forum Toulouse 2008 Review | MoReq2

    Die 5. DLM Forum Konferenz, die alle drei Jahre durchgeführt wird, fand diesmal in Toulouse, Frank-reich, statt. Mit über 400 Teilnehmern, einem knapp dreitägigen Programm mit parallelen Sitzungsreihen und zahlreichen aktuellen Vorträgen konnte die Konferenz in Toulouse an die vorangegangenen in Brüssel, Barcelona und Budapest anknüpfen. Die diesjährige Veranstaltung wurde von französischen Nationalarchiv, der französischen Regierung und der Europäischen Kommission ausgerichtet.

    Zu MoReq2 gab es auf der Konferenz zahlreiche Neuigkeiten:

    • Das DLM Forum hat ein MoReq2 Governance Board eingerichtet, zu dessen Aufgaben die Weiterpflege, die Prüfung von Übersetzungen und „Chapter 0“, die Bewerbung und die Kontrolle der Rechte an MoReq2 gehören. Leiter des MoReq2 Governance Boards ist Martin Waldron, Inform-Consult, England. Zu den Mitgliedern gehören Vertreter von Nationalarchiven, Beratungsunternehmen, der Europäischen Kommission, Records-Management-Software-Anbieter und des DLM Network EEIG.

    • Auf der DLM Forum Mitgliedersitzung wurde der Vertrag mit dem ersten akkreditierten Testcenter zur Durchführung der MoReq2-Conformance-Tests unterzeichnet. Das deutsche Unternehmen imbus AG ist bereits mit ersten Anbietern zur Durchführung der Tests im Gespräch. Zukünftig sollen weitere Testcenter akkreditiert werden.

    • Die ersten Übersetzungen von MoReq2 wurden vorgestellt. So haben die französischen Archive den Text und die Anhänge übersetzt und einen Entwurf für das „Capter Zero“ veröffentlicht. Inzwischen liegen auch Übersetzungen in Russisch und Koreanisch vor. Zahlreiche weitere Übersetzungen, z.B. in die katalanische, polnische, tschechische, portugiesische, rumänische, spanische, ungarische und slovenische Sprache sind in Arbeit. Für die deutsche Übersetzung soll nun eine gemeinsame Initiative verschiedener Institutionen und Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Leben gerufen werden.

    In den zahlreichen Vorträgen zum Thema Archivierung und Records Management wurden die verschiedenen Ansätze auf internationaler Ebene (ICA International Council on Archives) und europäische Initiativen (DLM, DPE u.a.) auch mit Fragen der Kompatibilität und Redundanz von Vorhaben konfrontiert.

    Die Ergebnisse der Konferenz wurden in einer Abschlusserklärung veröffentlicht:
    DLM Forum: Conclusions in Englisch
    http://www.project-consult.net/Files/Achievements%20and%20new%20directions_web.pdf
    DLM Forum: Conclusions in Französisch
    http://www.project-consult.net/Files/DLM%20Conference%20Conclusions%20FR_web.pdf

    Besonderes Interesse fand der Vortrag von Marc Fresko, SERCO, zum aktuellen Stand von MoReq2:
    Marc Fresko: MoReq2 and how to use it
    http://www.project-consult.net/Files/moReq2%20and%20how%20to%20use%20it%20-%20publication%20version.pdf

    Der Vortrag von Dr. Kampffmeyer zu den Marktuntersuchungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Jahren 2007 und 2008 steht als PDF und als Powerpoint zur Verfügung:
    Ulrich Kampffmeyer: RM Market Studies DACH 2007/2008 (PDF)
    http://www.project-consult.net/files/20081211_DLM%20Forum_RM_Market%20Study_Kff.pdf
    Ulrich Kampffmeyer: RM Market Studies DACH 2007/2008 (PPS)
    http://www.project-consult.net/files/20081211_DLM%20Forum_RM_Market%20Study_Kff.pps

    Die Keynote von Ulrich Kampffmeyer, „Breaking the Barriers of Traditional Records Management“ steht ebenfalls als PDF und PPS zum Download bereit:
    Ulrich Kampffmeyer: Breaking the Barriers of Traditional Records Management (PDF)
    http://www.project-consult.net/files/20081212_DLM%20Forum_Breaking%20the%20Barriers_Kff_Print.pdf
    Ulrich Kampffmeyer: Breaking the Barriers of Traditional Records Management (PPS)
    http://www.project-consult.net/files/20081212_DLM%20Forum_Breaking%20the%20Barriers_Kff.pps

    Zum provokanten Vortrag von Ulrich Kampffmeyer entspann sich bereits auf der Konferenz eine lebhafte Diskussion:
    ICA Flying Reporters @ DLM Forum: A Tale of Two ERMS Specifications
    http://icadlm.wordpress.com/2008/12/13/a-tale-of-two-erms-specifications/

  36. 36
    admin sagt:

    Französische Übersetzung von MoReq2 (Dezember 2008)

    MoReq2 Requirements (Exigences types pour la maitrise de l’archivage électronique) Archives de France, Dezember 2008, PDF 1,6 MB
    http://www.project-consult.net/files/MoReq2_FR.PDF

    MoReq2 Requirements Annexes (Exigences types pour la maitrise de l’archivage électronique) Archives de France, Dezember 2008, PDF 1,7 MB
    http://www.project-consult.net/files/MoReq2_FR_Anhang.PDF

    MoReq2 Chapter 0 Archives de France, Dezember 2008, PDF 1,4 MB [noch nicht vom MoReq2 Governance Board geprüft]
    http://www.project-consult.net/files/MoReq2_FR_Chapter_0.PDF

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